Lärm - Experimente Biologie

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Lärm

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Lärm – Eine Umweltgefährdung ersten Ranges
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zurück                druck 
Als Lärm wird jedes Geräusch bezeichnet,
das als unangenehm empfunden wird.
Info: Lärm wird als Schalldruck gemessen. Dabei ist es gleichgültig, wer den Lärm verursacht oder wie er empfunden wird. Die Bezeichnung dB (A)  (deci Bel) geht auf den Physiker Bel zurück, der das physikalisch gültige Messsystem für Geräusche entwickelt hat. (A) bedeutet ein Faktor, der den Schalldruck bei den Bedingungen des menschlichen Ohrs berücksichtigt. Eine Erhöhung um 10 dB(A) wird als Verdoppelung des Schalls wahrgenommen (wikipedia Lärm 2010). Messung  Lange Zeit wurde Lärm nicht als Risikofaktor angesehen. Heute wird sehr großen Wert auf Schallschutz gelegt, weil sich gezeigt hat, dass Lärm erhebliche Gesundheitsschäden verursacht. Der Gehörsinn wirkt auch in der Dunkelheit und bei noch unsichtbaren Gefahren. Wir können das Ohr nicht verschließen und eine Gewöhnung an Lärm findet nicht statt.
Lärm und Gehör:  Geräusche kommen den Verrechnungsstellen im Gehirn immer „an". Immer wird dann auch die Stressreaktion automatisch und unbewusst ausgelöst. Das macht biologisch Sinn, denn Geräusche bedeuten immer Gefahr und verlangen erhöhte Aufmerksamkeit. Die Stressforschung konnte nachweisen, dass auch immer dann, auch wenn der Lärm nicht mehr bewusst wahrgenommen wird, die Stressreaktion trotzdem in Gang kommt. Lärm verursacht Stress. 
Eine Gewöhnung an Lärm findet nicht statt. Gerade der Umstand, dass die einmal aufgerufene Stressreaktion nicht auch anschließend körperlich durch Aktivität abgearbeitet wird, macht die eigentliche Krankheitsverursachung aus. Lärm wirkt auf den Körper so, als ob man Vollgas bei angezogenen Bremsen fährt. Risikofaktor Lärm: Lärmbelastung gilt inzwischen als vorherrschender Stressor in unserer Gesellschaft. Viele kleinere Lärmbelastungen wirken dabei schädlicher als einige wenige große, z.B. ein Donner. Inzwischen ist eine biologisch-medizinisch begründete Sensibilisierung bei der erwachsenen Bevölkerung festzustellen Persönliche Lärmbelastung. Die Lautstärke eines normalen Gesprächs beträgt rund 50 dB(A). Ab einer Lärmstärke von etwa 70 dB (A) findet eine psychische Beeinträchtigung statt: das Gehirn konzentriert sich unbewusst auf den zusätzlichen Lärm. Ab etwa 80 dB(A) folgen direkte Hörschäden im Innenohr (Abreißen der Pili auf den Gehörsinneszellen). Ab 120 dB(A) erfolgt sehr rasch Taubheit. In der Klasse bewirkt ein Anfangslärm, dass die Lehrperson lauter spricht. Dies führt zu einer Erhöhung des allgemeinen Lärmpegels. Dies führt wiederum zu einer höheren Lärmstufe in den Mitteilungen der Kinder untereinander: Der Lärm schaukelt sich auf. In Klassenräumen und auf dem Schulhof werden locker 80 bis 100 dB(A) erreicht. Eine Erfassung der Lärmsituation in der Klasse kann ein kurzer Test einen ersten Hinweis auf Gehörschäden geben: Flüstern muss noch in soll noch in 6 m Entfernung zu hören sein. Bei ersten Anzeichen muss der Arzt befragt werden Hörfähigkeit.
Lit: Lärm: http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4rmschutz ; Verbesserungen: http://www.bmu.de/laermschutz/aktuell/1690.php 
Rechtsgrundlagen:  http://www.stmug.bayern.de/umwelt/laermschutz/recht/index.htm 
 
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