Stoffe färben - Experimente Biologie

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Stoffe färben

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Textilfärben mit Farbstoffen aus der Natur                  zurück              druck
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Stoffe, die Licht absorbieren können und das Licht in einer anderen Wellenlänge wieder abgeben, erscheinen dem menschlichen Auge als „farbig". So wird vom Chlorophyll der Pflanzen die Blau- und Rotlichtanteile des eingestrahlten Weißlichtes absorbiert, die restlichen Wellenlängen werden wieder abgestrahlt: Blätter erscheinen „Grün". Farbigkeit hat die Menschen immer fasziniert. Sie bemalen sich mit Farbstoffen bis heute, die ältesten bildlichen Darstellungen sind mit Mineralfarben und Asche verstärkt.
Mit der Fähigkeit Stoffe weben zu können, gab es Bemühungen, die fertigen Stoffe oder die Garen zu färben. Bis zur Erfindung der synthetischen Farbstoffe seit 1858 benutzte man Inhaltsstoffe aus Pflanzen und Tieren zur Färbung von Textilien. Das war technisch aufwändig und die Rohstoffe, Pflanzen und Tiere, waren begrenzt. Farbige Textilien konnten sich daher nur wenige Reiche leisten. Der Aufschwung der Chemischen Industrie begann mit der Erfindung synthetischer Farben.
Purpur- die Farbe der Könige
Der Purpur ist ein Beispiel für die Kostbarkeit gefärbter Textilien im Altertum. Man gewann ihn in einem langwierigen Verfahren aus den schleimigen Absonderungen bestimmter Meeresschnecken (z. B. Murex brandis) und konnte damit leuchtende, haltbare Rottöne erzeugen. 8000 Schnecken mussten ihr Leben für1g Farbstoff lassen. 1kg bester Purpurwolle kostete nach heutigem Wert etwa 4000€. Meterhohe Ablagerungen von Schneckengehäusen vor der Küste Libanons zeugen noch immer von der hier im Altertum blühenden „Purpur-Industrie". Als sich das frühe Christentum gegen den verbreiteten Kleiderluxus wandte, ging die Nachfrage immer weiter zurück. Preiswertere rote Farbstoffe aus Kermesläusen und aus den Wurzeln der Krapppflanze lösten im frühen Mittelalter den Purpur ab. Damit verbunden waren neue Entwicklungen in den Färbetechniken und die Entstehung neuer Färbezentren in Mitteleuropa.
Färben: Färben heißt die möglichst dauerhafte Übertragung eines Farbstoffs auf eine Unterlage, hier eine textile Faser. Man unterscheidet: tierische Fasern wie Wolle und Seide, pflanzliche Fasern wie Baumwolle und Leinen und Kunststoffe .Wegen der unterschiedlichen chemischen Struktur benötigt jede Fasergruppe auch spezielle Farbstoffe. Die hier vorgeschlagenen Methoden sind nur eine kleine schulgerechte Auswahl ohne Giftstoffe zu verwenden.
Farbechtheit: Gute Färbungen müssen möglichst Farbecht,  Lichtecht, Reibecht und Waschecht sein. Im Prinzip leistet keine Färbung alle Kriterien zu 100%. In der Forschung kommt es heute darauf an, diese Kriterien bei möglichster Ungiftigkeit zu optimieren. 
Versuche:              Färben mit Flechten    Färbflotte        Färben         
                          Färben mit Birkenblättern      Flotte      Beizen     Färben
            Farbechtheit
 
LIT:   G.Schneider ,G(1979): Färben mit Naturfarben, Ravensburg; Schneider, G. (1986): Färben mit Naturfarben früher und heute, IN: Textilarbeit und Unterricht Verlag Burgbücherei Schneider; Schweppe; H: (1993): Handbuch der Naturfarbstoffe Ecomed;  Wikipedia – Indigo (2010): http://de.wikipedia.org/wiki/Indigo 2010-07-26;
CH. Bautsch (2001): Blaufärben mit Indigo IN:http://www.bautschweb.de/chemie/blaumach.htm 2010-07-26;en
 
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