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Weinbau und Kellertechnik heute                                zurück            druck 
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R. Stiegler und Schneider,V.
Zur Geschichte: Die Urheimat der Weinrebe sind Kaukasus und Nordpersien. Funde von Ansammlungen von Traubenkernen weisen darauf hin, dass vor rund 8000 Jahren in Syrien und vor rund 3500 Jahren in Süddeutschland Wein hergestellt worden ist. Aber erst die Römer haben durch Anlagen von Rebflächen den landwirtschaftlichen Weinbau in Süddeutschland eingeführt.
Heute stellt der Weinbau einen wichtigen Wirtschaftszweig in den warmen Gegenden Deutschlands dar (z. B. Rheingau, Ortenau, Kaiserstuhl, Bodenseegebiet). Wein hat seit alters her in der Theologie besondere Bedeutung: im Alten Testament wird Wein als Mittel beschrieben, „der Traurigen hilft". Im Messopfer wird Wein zum Sinnbild göttlicher Natur. In der Medizin wurde Wein als Arzneimittel zur Linderung von Schmerzen z. B. bei der Geburt genutzt. Schon früh war die desinfizierende Wirkung von Alkohol bekannt. Ebenso alt sind die Warnungen vor zu viel Wein. Im Mittelalter wurde empfohlen, dem Wein Aale oder Frösche zuzusetzen, um den Trinker abzuhalten. --
Bis zur Einführung der hygienisch einwandfreien Trinkwasserversorgung seit 1880 war jedoch der Wein das am wenigsten schädliche Getränk. Heute spielt der Wein als „Genussmittel" eine durchaus umstrittene Rolle, nachdem immer deutlicher wird, welche Folgeschäden der Alkohol hat.
Die Untersuchung der Vorgänge, die aus Traubensaft Wein werden lassen, war der Anlass für die Entwicklung einer ganzen Industrie: bewusste Kellertechnik, überlegte Anbaumethoden, durch Züchtung verbesserte Rebsorten und Vervollkommnung der Gärtechnik durch Züchtung neuer Hefesorten. Heute dient Alkohol als Grundstoff für viele Synthesen in der Industrie.


Für einen „guten Wein" sind folgende Faktoren wichtig:
1) das Klima und die Rebsorte 
2) der Boden und die Rebsorte 
3) Art des Anbaus der Rebsorten 
(Weinbautechnik) 
4) der Zuckergehalt des Rebensaftes 
5) die Kellertechnik (Gärverfahren) 
6) Neuzüchtungen von Hefestämmen 
7) Neuzüchtung von Rebsorten

Umweltbelastungen: 
Durch Rebflurbereinigung wurden ganze Berge umgestaltet, um die Rebflächen und den Ertrag zu erhöhen. Gleichzeitig werden chemische Mittel eingesetzt, um Schädlinge und Krankheiten fernzuhalten. Seit 1990 nehmen allerdings die Betriebe zu, die durch ökologisch vertretbaren Anbau und neue Rebsorten weniger, aber bessere Weine herstellen.
Lit: Bert.L.Vallee (1998): Kleine Kulturgeschichte des Alkohols. IN: Spekt.d.Wiss, 62ff;Stigler, R. u. V. Schneider (1984): Vom Most zum Wein IN: NiU-B,313ff;
http://de.wikipedia.org/wiki/Weinbau_in_Deutschland
http://www.deutsche-weine.de/weinwissen/weinregionen.html
 
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