G Keimung - Experimente Biologie

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Didaktische und sachliche Hinweise:
Der Ablauf der Keimung ist im Wesentlichen genetisch festgelegt. Die Pflanzensamen keimen aber nur bei bestimmten äußeren Bedingungen. Diese Bedingungen lassen sich experimentell vergleichsweise leicht erfassen.
   vgl.   S  Pflanzen

Keimende Kressesamen
Wurzeln mit Wurzelhärchen

Beispielhaft werden die Bedingungen bei zwei Pflanzenarten (Kresse und Bohne) durch Ausschlussexperimente erfasst. Bei solchen Experimenten wird eine Bedingung (nur eine) verändert und die Reaktion des lebenden Systems beobachtet (Keimung oder nicht). Solche Experimente nennt man Ausschlussexperimente. Dieser Versuch eignet sich in besonderer Weise, um sozusagen unter »künstlicher Beeinflussung« die Verhaltensweisen an Lebewesen zu erforschen. Es kommt also wesentlich darauf an, die Schülerinnen und Schüler selbst die möglichen Einflüsse benennen zu lassen und herauszufinden, wie man dies auch überprüfen kann.
Gegenwartsbedeutung: Den Schülerinnen und Schülern ist bekannt, dass im Frühjahr die Pflanzen austreiben, Blätter bekommen, die Gräser und Nutzpflanzen wachsen. Dass dies nicht »automatisch« geschieht, kann im Versuch gezeigt werden. Erstmals werden damit äußere Bedingungen erfasst und eine erste Einführung in abiotische Faktoren (wie Klima oder Bodenverhältnisse) gegeben.
Zukunftsbedeutung: Abiotische Faktoren wie Wasserangebot, Wärme, Windverhältnisse, Einstrahlung von UV, Menge des Sonnenlichts und andere spielen in der Nahrungsmittelproduktion eine entscheidende Rolle. Weite, wichtige Teile der Nutzpflanzenforschung richten sich auf die Züchtung von Sorten, die auch unter besonderen Bedingungen gute Ernten bringen (Agrarwissenschaften). (Die Ökologie befasst sich als Wissenschaft insgesamt mit den Lebensbedingungen aller Arten auf der Erde. Daher hat der Versuch exemplarische Bedeutung auch im Hinblick auf ein ökologisches Verständnis.)

Tipp: Es empfiehlt sich, den Versuch in Gruppen mit jeweils anderen Samen durchzuführen. Geeignete Samen sich: Erbsen, Bohnen, Kresse, Mais. Das Wachstumsverhalten muss täglich überprüft werden, mit frischem Wasser muss sorgsam nachgefüllt werden. Dabei dürfen die Samen nicht »untertauchen«, es reicht, wenn das Substrat (Küchenkrepp oder Sägespäne) gut feucht gehalten wird. Die Versuchsanordnung ließe sich auch auf die Erfassung äußerer Bedingungen wie Feuchtigkeitsvorliebe und Temperaturvorliebe z. B. bei Insektenlarven ( z. B. Mehlwürmer) übertragen. Doch wird hier darauf verzichtet.


Keimung Arbeitsunterlage ------------------------------------------------------
Wann können Samen keimen?

Was brauchst du?
Samen von Kresse, Bohnen, Kleine Teller (Plastik), Größere Teller zum Überdecken (Plastik), Küchenkrepp
Was kannst du tun?
1. Bereite 5 kleine Teller vor, indem du den Boden mit Küchenkrepp auslegst.
2. Verteile möglichst gleichmäßig den Samen, den du ausgewählt hast, auf dem Papier.
3. Decke die Samen mit feuchtem Krepppapier sorgfältig ab. Benutze dabei wenig Wasser!
4. Dann verändere die Bedingungen, bei denen die Samen vielleicht keimen können. Lege dir dazu eine Tabelle nach folgendem Muster an:
5. Untersuche nach 2bis 4 Tagen, ob aus den Samen schon die Würzelchen kommen! Notiere in der letzten Spalte, ob ja oder nein. Versuchsbedingungen Keimen die Samen? (ja / nein) Teller Nr. 1 mit feuchtem Papier mit Licht mit Luft bei Zimmertemperatur Teller Nr. 2 ohne Papier, ohne Wasser mit Licht mit Luft bei Zimmertemperatur Teller Nr. 3 mit feuchtem Papier im Dunkeln mit Luft bei Zimmertemperatur Teller Nr. 4 mit feuchtem Papier mit Licht unter Wasser bei Zimmertemperatur Teller Nr. 5 mit feuchtem Papier mit Licht mit Luft im Kühlschrank

Ziehe deine Folgerungen aus den Beobachtungen:
Der Bohnensame braucht zum Wachsen:





 
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