G Schmecken Riechen - Experimente Biologie

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G Schmecken Riechen

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Sinne: Schmecken und Riechen     

Schmecken
Fachliche und didaktische Hinweise: Der Versuch gehört in die Reihe der Untersuchungen zur den Sinnesleistungen des Menschen. Der Mensch kann nur fünf Qualitäten von Schmecken wahrnehmen: süß, sauer, bitter und salzig, heute ist die Geschmacksqualität umami hinzugekommen. Das ist erstaunlich wenig. – Demgegenüber kann der Mensch einige tausend unterschiedliche Gerüche feststellen. Vgl. auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Umami.
Der Versuch soll zunächst zur Differenzierung des Geschmackssinns beitragen.
Gegenwartsbedeutung: Riechen und Schmecken sind besonders für Kinder wesentliche Kriterien für die Annahme von Nahrungsmitteln, Früchten und Gerichten. Daher sind die Würzungen durch Riechstoffe von großer Bedeutung, während Salz oder Zucker als Qualitätskriterien für den Geschmack aus ernährungsphysiologischen Gründen zurückstehen sollten.
Zukunftsbedeutung: Bei Fertiggerichten werden Geschmacksstoffe und Geschmacksverstärker massiv eingesetzt, auch um eigentlich fade schmeckende stärkereiche Kost "schmackhaft" zu machen.
 Meist ist die folgende Verteilung zu beobachten:    

Riechen:
Fachliche und didaktische Hinweise: Der Mensch kann einige tausend unterschiedliche Gerüche feststellen. Dabei ist er gegenüber dem Hund noch sehr kümmerlich ausgestattet, der sehr viel mehr Gerüche wahrnehmen kann und gleichsam in einer "Geruchswelt" lebt. Trotz dieser Mängel beim Menschen ist der Geruch ein sehr wichtiger Sinn: wir entscheiden oft emotional auf Grund des Geruchs: » Ich kann den riechen – oder nicht riechen! «
Gute Gerüche wirken sehr anziehend. Dies macht sich die Parfümindustrie zu Nutze. Besonders geruchsbegabte Menschen haben beruflich beste Chancen: die Parfümentwickler (»Nasen« genannt) können bis zu 4000 verschiedene Gerüche unterscheiden. Eine solche Begabung ist allerdings recht selten.
Ergebnis: Der Versuch soll zur Wahrnehmung und Beachtung des Geruchsinns beitragen. Er beweist spielerisch, dass das Duftgedächtnis des Menschen extrem gut ausgebildet ist. Düfte aus der Jugend werden besonders lange erinnert.
Wir Menschen entscheiden über das "was schmeckt" über das Auge und durch Riechen. Daher sind gute Gerüche und gutes Aussehen beim Essen entscheidend. Die Kochkunst hängt wesentlich von der richtigen Verwendung von Gewürzen ab (nicht so sehr von der Nutzung von Salz oder Pfeffer). »Gut riechen« ist ein wesentlicher Bestandteil der Werbung. Viele Produkte werden
extra mit Geruchsstoffen versehen, damit sie überhaupt gekauft werden, wie z.B. Waschmittel.
Versuch 1:  Riechen Das Duftgedächtnis soll spielerisch erprobt werden. Je weniger Zwang besteht, umso mehr Düfte werden im Testspiel richtig zugeordnet.
Versuch 2: Riechen und Schmecken wirken zusammen.
Es soll gezeigt werden, wie gut riechen und schmecken bei der Auswahl der Speisen und bei der Beurteilung von Speisen zusammenwirken können. Riechen+Schmecken
(vgl: Schneider, V. u. Th. Zahn: Beiträge zur Didaktik, Shaker Verlag 2008; vgl auch: Freytag, K.:(2007): Biologische Kurzversuche, vgl. auch Wikipedia: Geschmacksqualitäten)


Schmecken Arbeitsunterlage 1 -------------------------------------------------
Schmecktest 
Wo sitzen unsere Geschmacksempfindungen? 

Was brauchst Du?
• Eine Augenbinde aus schwarzem Stoff.
• Mehrere frische Wattestäbchen (zum Reinigen der Ohren).
• Etwas starken kalten Kaffee in einem Becher (bitter).
• Etwas Zuckerwasser in einem Becher (ca 30% Rohrzuckerlösung: 30g Rohrzucker auf 100ml Wasser, gut umrühren! (süss)
• Etwas Zitronensaft (ca 5% Zitronensaft, sauer.)
• Etwas Salzwasser (ca 15% Kochsalz-Lösung, salzig).
• Etwas Leitungswasser. (neutral)
• Etwas Bratensaft, wenig verdünnt (umami)

Was kannst Du tun?
1. Tut euch zu zweit zusammen: Der eine ist der Versuchsleiter, der andere die Versuchsperson.
2. Der Versuchsleiter tupft mit einer Seite des Wattestäbchens in eine der vorbereiteten Lösungen.
3. Er berührt die Zungenoberfläche der Versuchsperson an vier Stellen: vorne an der Spitze, rechts oder links, in der Mitte und weiter hinten.
4. Die Versuchsperson gibt genau an, wo sie etwas und was sie schmecken kann.
5. Der Versuchsleiter trägt die Angaben in das Bild mit Bleistift ein.
6. Beide werten die Befunde aus, nachdem alle Lösungen ausprobiert worden sind.
7. Dann wird gewechselt.



Schmecken Arbeitsunterlage 2 ----------------------------------------------
Was wir riechen können!

Was brauchst Du?
Eine Augenbinde, viele kleine sehr sauber gewaschene Gläschen, frische Blüten von Duftnelken, Gewürze aller Art, duftende Blüten aller Art , Parfümproben aller Art, frische Gartenerde, frischer Waldboden.
Was kannst Du tun?
1. Alle Schülerinnen und Schüler zusammen richten einen Riechgarten ein:
2. Dazu beschriften Sie alle Gefäße mit einer Nummer und dem Namen des Duftes. Dann werden einigen wenige Tropfen oder auch Körnchen des Duftes hineingegeben und gut verschlossen.
3. Nun werden die Gläschen in der Klasse auf den Tischen verteilt.
4. Jede Schülerin und jeder Schüler darf nun an den verschiedenen Gläschen riechen. Alle merken sich den Namen der Düfte oder schreiben ihn auf.

Nun kommt ein Test:
1. Alle Gläschen werden nach vorne vor die Tafel auf einen Tisch gestellt.
2. Alle Schülerinnen und Schüler kommen der Reihe nach vorne, sie erhalten eine Augenbinde, dürfen 4 Duftproben nach den Nummern auswählen und dann den richtigen Duftnamen sagen.
3. Der Protokollant schreibt die Ergebnisse an der Tafel auf.

So könnte eine Tabelle an der Tafel aussehen: 
Name                 Gläschen Nr           Richtig gerochen? ja/nein                  Name des Geruchs
_______            _________            ______________                               ____________
                            Nr _____
                            Nr _____
                            Nr _____
usf

Wie oft wurden Düfte richtig gerochen? _____
Erkläre die Ergebnisse mit deinen Worten!


Schmecken Arbeitsunterlage 3 ----------------------------------------------
Weise nach: Schmecken und Riechen wirken zusammen!

Was brauchst Du?
Augenbinden (schwarze Tuchstreifen), Wäscheklammern
Einige Häppchen: Apfel, Blumenkohl, Zwiebel, Kartoffel
Holzstäbchen (saubere Zahnstocher)
Was kannst Du tun?
1. Tut euch zu zweit zusammen. Der eine von euch ist der Versuchsleiter, der andere die Versuchsperson.
2. Die Versuchsperson erhält eine Augenbinde. Ihre Nase wird mit der Wäscheklammer vorsichtig zugehalten.
3. Der Versuchsleiter spießt nun ein Häppchen der Nahrungsmittel auf das Holzstäbchen auf und steckt es der Versuchsperson in den Mund.
4. Die Versuchsperson sagt, welches Nahrungsmittel sie im Mund hat.
5. Nun wird die Nasenklammer abgenommen und die Versuchsperson überprüft, welches Nahrungsmittel sie gerade im Mund hat.
6. Nun kommt mit einem frischen Holzstäbchen eine neue Probe. Das Aufsetzen der Nasenklammer nicht vergessen!
7. Wenn alle Nahrungsmittel erprobt sind, wechselt ab!

Erkläre die Beobachtungen mit deinen Worten:



 
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