Riechen Einführung - Experimente Biologie

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Riechen Einführung

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Schmecken und Riechen Einführung                            zurück
Verändert nach Christina Ermert, Chr. u. S. Haug, Seminararbeit Päd Hochschule Freiburg

Sachliche Grundlagen:
Geruchssinn und Geschmacksinn dienen dem Schutz vor ungenießbarer und verdorbener Nahrung. In unserer Kultur ist die Einschätzung von Gerüchen und Geschmacksempfindungen stark abhängig von den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.
Riechen: Ein Geruch kann nur wahrgenommen werden, wenn die Geruchsstoffe mit dem Luftstrom in die Nase gelangen. In der Nasenschleimhaut sitzen Geruchsempfindliche Zellen, die ihre Erregungen an das ZNS weiterleiten. Die Zentren liegen im oder nahe zum limbischen System, das die Gefühle steuert.
Parfüm kommt aus dem Lateinischen (par fumum) und bedeutet: die Götter durch Rauch zu beeinflussen. Daher die enge Verbindung zwischen Rauchopfer, Räucherstäbchen und industriellem „Parfüm“. Man kann daher die enge Verbindung von Geruch und Emotion verstehen.  Die Parfümindustrie hat eine Vielzahl von Gerüchen in Gruppen geordnet:
würzig (z.B.: Ingver),
    harzig (z.B.: Holzrauch, Räucherstäbchen),
      faulig (verdorbene Eier),
        brenzlig (Asphalt)
          fruchtig (Apfel),
           blumig (Jasmin).
Die Qualität eines Parfüms hängt wesentlich von der Kombination der verwendeten Essenzen ab.

Schmecken: Die Geschmacksorgane liegen als Geschmackspapillen in Einsenkungen der Zunge. Die Geschmacksqualitäten sind: süß, sauer, bitter, salzig und ugami. Es wird diskutiert, ob es nicht auch noch eine gesonderte Geschmacksqualität für Fett gibt.
 
Zur Didaktik:
Gegenwartsbedeutung: Geschmack und Geruch tragen wesentlich zur Lebensqualität bei. Mit beiden Sinnen sind elementare Gefühlsqualitäten verbunden. Welche Nahrung angenommen oder abgelehnt wird, hängt wesentlich von der Geschmackserziehung ab. Der Geruchssinn hat erhebliche soziale Bedeutung: „Ich kann den riechen oder „nicht riechen“. Auch im Wort Gerücht klingt an, dass Gerüche überall durchdringen und große Wirkungen – oft negative - entfalten können. Daher erscheint eine Geschmacks- und Geruchserziehung auch über eine erste experimentelle Analyse sinnvoll.
Zukunftsbedeutung: Die Versuche sollen zur Handlungskompetenz anleiten und für ein wichtiges soziales und ernährungspsychologisches Thema empfänglich machen.
Exemplarität: Die Versuche sind so gewählt, dass sie die - begrenzte - Leistungsfähigkeit beider Sinne anschaulich machen, die Zusammenwirkung beider Sinne erleben und den Einfluss des Gedächtnisses (Voreingenommenheiten, Gewohnheiten) anschaulich werden lassen.
 
Die Versuche:
Schmecken     Schmecken-Riechen   Einfluss der Temperatur     Konzentration
Einfluss der Erfahrung     Erinnern von Gerüchen    Mischungen   
 
Lit: Dressen et al.(1994): Physiologie des Menschen Springer; Müller, J.(1984): Das H&R Buch Parfüm, Glöss Verlag
Speckmann, Wittkowski (2014): Handbuch Anatomie des Menschen, Ullmann
 
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