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Bakterien und Pilze                      zurück

Bakterien spielen bei der ökologischen Wasseruntersuchung eine herausragende Rolle. Sie stellen in Ökosystemen der Gewässer die häufigsten Destruenten. In Kläranlagen spielen sie – neben einigen Pilzen – die Hauptrolle bei der Wasseraufbereitung in Kläranlagen. Andererseits kann man mit der Bestimmung der Keimzahlen sehr genau den  Gesundheitswert des Trinkwassers oder von Nahrungsmitteln  für den Menschen feststellen.
Ohne auf einzelne Bakterien und auf besonders wichtige Krankheitserreger einzugehen, soll hier nur das Prinzip experimentell aufgezeigt werden. Durch die Verwendung von Normalagar und Zimmertemperatur wird weitgehend verhindert, dass pathogene Keime wachsen. Trotzdem dürfen die Deckel nicht mehr abgehoben werden und die Platten müssen nach Gebrauch mit konzentrierter Prilllösung oder 79%igem vergälltem Alkohol abgetötet werden.
Test: Man bringt genau 1 ml der Wasserprobe (die wahrscheinlich verdünnt werden muss, empfehlenswert ist eine Startverdünnung 1 zu 1000) auf und verschließt sofort wieder. Durch vorsichtiges Schütteln verteilt man die Probe auf der gesamten Oberfläche des Nähragars.
Die Kontrolle  mit 1ml reinem Wasser wird parallel angesetzt, dazu noch eine unbehandelte Platte zum Nachweis, dass man die Platten steril hergestellt hat. Nach dem ersten Tag sollte man eine erste Kontrolle vornehmen!
Tipp:  Mit dieser Methode lassen sich auch Pilze erfassen. Während Bakterien runde schleimige Kolonien zeigen, bilden Pilze infolge ihres Hyphenwachstums zerfranzte Geflechte aus. Im Mikroskop sind Bakterienkolonien  und Pilzhypen leicht zu unterscheiden.
 Bakterienforschung: http://www.vbio.de/informationen/alle_news/e17162?news_id=10109 (2010-08-07)
 

Bakterien Gewässer Arbeitsunterlage 1------------------------------------------------------------------
Herstellung der Agarplatten:

Vorbereitung:
Käuflicher Standard - Nähragar wird nach Vorschrift in 200 ml Wasser gelöst und die Lösung ca. 20 min im Dampfkochtopf sterilisiert. Dann gibt man ca. 10 ml mit einer heißen, sterilen Pipette der noch heißen, flüssigen Lösung in sterile Petrischalen, läßt abkühlen und fest werden. Die Petrischalen kann man auf den Kopf gestellt im Kühlschrank einige Zeit aufbewahren.
1) Man löst Standard-Näragar in Wasser auf, kocht auf und bringt alles in einem Erlenmeyer, den man mit einem Wattebausch verschließt und mit Alufolie abdeckt in den Dampfkochtopf (Vorsicht, das Glas nicht direkt auf den Metallboden stellen!) und autoklaviert 20 min lang. Alle noch anhaftenden Bakterien werden abgetötet.
2) Dann pipettiert man 10 ml des noch heißen und flüssigen fertigen Agar in sterile Petrischalen möglichst so, dass keine Bakterien oder Pilssporen übertragen werden. Bewährt hat sich für die Schule das vereinfachte Vorgehen mit einer leuchtenden Bunsenflamme.
 
 
 
Nachweis von Bakterien
Bestimmung der Gesamtkeimzahl (Bakterien)
Diese Methode stellt das wissenschaftlich eingeführte Verfahren zur Feststellung der Gesamtzahl von Bakterien in einer Probe dar. Außerdem kann man durch Wahl unterschiedlicher Nährböden die Bakterienarten weitgehend bestimmen. Hier wollen wir nur die Gesamtzahl der Bakterien feststellen, die auf Normalagar und bei Umgebungstemperatur wachsen (Standardnährböden).
Schon nach 24 Std. hat sich jedes Bakterium zu einer Kolonie vermehrt, die mit bloßem Auge sichtbar ist. Die Kunst ist, eine geeignete Verdünnung zu wählen, bei zwar noch genügend Kolonien entstehen, die einzelnen Kolonien aber nicht auf dem Nährboden zu einer großen Masse werden.



Bakterien Gewässer Arbeitsunterlage 2------------------------------------------------------------------
 Mikroskopischer Nachweis von Bakterien
Mit dieser Methode lassen sich sehr rasch Bakterien in Zahnbelag, Abwasser, Kehricht, Staub  u.a.m. nachweisen. 
Vorsicht, Vorbereitung der Präparate durch die Lehrperson!

Durchführung: analog Zellen in der Mundschleimhaut                                                                                 
 

1)    Man lässt einen Tropfen der Probe auf einem fettfreien, sauberen Objektträger eintrocknen.
2)    Dann zieht man den Objektträger durch die leuchtende Bunsenflamme oder Kerzenflamme. Die Bakterien werden abgetötet und fixiert.
3)    Dann bringt man einen Tropfen einer 2%igen Methylenblau- Lösung auf und spült nach 3 min ab. Die organischen Bestandteile der Probe haben sich nun blau gefärbt.
4)    Nach Trocknung beobachtet man mit bei stärkster Vergrößerung. Man erkennt die verschiedenen Bakterienformen, die eine begrenzte äußere Form – im Gegensatz zu sonstigem organischem Material – aufweisen.
 
 
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