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Ontogenese                             zurück                                                               

Unter Ontogenese versteht man die Individualentwicklung von Lebewesen von der Befruchtung der Eizelle bis zum adulten Lebewesen. Im Gegensatz dazu steht die Phylogenese, die sich mit der Entwicklung der Lebewesen in der Erdgeschichte befasst.
Die Ontogenese eines Menschen verläuft wesentlich komplizierter. In den Grundzügen ist sie aber in den Anfängen bei allen tierischen Lebewesen gleich.
 
Wissenschaftlicher Hintergrund:
Hans Spemann erhielt für seine Forschungen an Stadien der Gastrula 1935 den Nobelpreis, zusammen mit Hilde Mangold. Er entdeckte, dass in der Ontogenese schon früh die Zellen determiniert werden für ihre späteren Funktionen (Organisator- Prinzip). Damit eröffnete er ein neues bisher nicht bearbeitetes Forschungsgebiet.
Christiane Nüsslein-Volhard erhielt 1995 den Nobelpreis zusammen mit Eric F. Wieschaus und Edward B. Lewis für ihre Forschungen über die genetische Steuerung der Embryonalentwicklung. Zuerst über Forschungen an den Genen der Taufliege, die die Ontogenese steuern. Sie konnte zeigen, dass die Gene auf Grund einer Stoffverteilung aktiv werden (Gradienenten-Theorie). Später nahm sie die Forschung an Zebrabärtlingen auf.
 
Lit: vgl. z.B. Speckmann/Wittkovsky (2016): Handbuch Anatomie, S. 448
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ontogenese 2017-08-24
Ontogenese: www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/ontogenese/8404  2017-08-24
© Michael Koops www.biologie-lexikon.de 2016  2017-08-24
Internet: Hans Speman und Christiane Nüsslein-Volhard
 
Die Ontogenese wird bei vielzelligen tierischen Organismen in folgende Abschnitte unterteilt:
  Befruchtung
          Blastogenese
                Gastrulation
                       Ausbildung der Organe (Fetogenese)
                            Geburt
                                Jungendalter
                                     Erwachsenenalter
                                                Seneszenz
                                                       Tod
 
Zur Didaktik: Die Individualentwicklung der Lebewesen ist ein sehr interessantes Forschungsgebiet und auch für das Verständnis der Lebensvorgänge von höchster Bedeutung. Niemals mehr macht ein Individuum von der befruchteten Eizelle bis zum sich selbst ernährenden Lebewesen eine größere und raschere Entwicklung durch. In der Schule kann man experimentell bestenfalls die Ontogenese eines Seeigeleis bis zur Gastrulation verfolgen, die Fischentwicklung ist schon eher zugänglich.

Arbeitsunterlagen:      Fisch   Arbeitsunterlagen:     Seeigel
 
 
 
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