S Vitamin C - Experimente Biologie

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Nachweis für Vitamin C:    
Vitamin C ist das einzige Vitamin, das sich leicht nachweisen lässt:


 Dichlorphenol-Indophenol- Lösung (blau) wird durch Vitamin C augenblicklich entfärbt.
 


Vitamin C Arbeitunterlage 1--------------------------------------------------
Geschichte zu Vitamin C
Schneider V.

" Ihr habt bestimmt schon von den Piraten gehört. Das sind Leute, die über die Meere segelen und andere Schiffe ausrauben. Oft wird ein solches Leben in Büchern als spannend und toll dargestellt. Aber das war nicht so!
Das Leben als Matrose oder als Kapitän war hart und entbehrungsreich. Vor allem machte die Ernährung Schwierigkeiten:
 
Salzwasser darf man nicht trinken, die Wasservorräte konnten nicht wirklich sauber gehalten werden. Aber es gab auch andere Gefahren: Wenn man längere Zeit über die Meere segelte, wurden die Matrosen krank: sie wurden kraftlos, das Zahnfleisch begann zu bluten, die Zähne fielen aus. Viele sind gestorben. Ein Gegenmittel gab es nicht. Man wusste aber, dass bei täglichem Verzehr von frischem Gemüse die Krankheit nicht auftauchte. Was war zu tun? Gemüse konnte man zwar mitnehmen, aber nach ein par Tagen verfaulte es. Kühlschränke waren noch nicht erfunden. — Man musste etwas Haltbares erfinden: Bald schon war klar, dass gekochte Gemüsesorten sich nicht eignen, denn sie verfaulten ebenso. Es gab aber eine gute Konserve, die man leicht in großen Fässern mitnehmen konnte: das eingepökelte Sauerkraut. Es enthält besonders viel von einem Stoff, den man viel später Vitamin C genannt hat. Vitamin C verhindert zuverlässig die tödliche Erkrankung, den Skorbut. Es ist aber kein Gegenmittel.
Und wisst ihr, welche Pflanze sonst noch besonders viel Vitamin C enthält??  
Es ist das Skorbutkraut, wie es in England genannt wurde. Im Deutschen heißt die Pflanze bis heute: Scharbocks- kraut — weil man früher nicht so gut englisch gesprochen hat. Es wächst fast überall ganz früh im Frühjahr und hat hellgelbe Blüten. Es ist das beste Gemüse, um Skorbut zu verhindern".
 Scharbockskraut         

Heute kennt man andere Gemüse und Früchte, um der Skorbuterkrankung vorzubeugen. 
Welche Früchte?  Welche Gemüsesorten? 



Vitamin C Arbeitunterlage 2--------------------------------------------------
Vitamin C Nachweis qualitativ
 
Vorbereitung:
A)   Der Nachweis gelingt mit gekauften Teststreifen (Apotheke).
B)   Man kann sich aber auch wesentlich billiger ein Testpapier selbst herstellen:
Auf Streifen (2 x 5 cm, optimal: Zeichenpapier) werden einige Tropfen einer
1 %igen Dichlorphenol- Indophenol- Lösung (Apotheke), die tiefblau gefärbt ist, aufgetropft, bis das Papier sich hellblau gefärbt hat. Man lässt über Nacht trocknen. - Restliche Feuchtigkeit schadet nicht, das Papier muss jedoch noch wenigstens hellblau gefärbt sein. Das Testpapier hält sich in Alufolie im Kühlschrank einige Tage. Es darf natürlich nicht mit Nahrungsmitteln in Verbindung kommen, auch der Sauerstoff der Luft greift das Testpapier an, so dass es sich allmählich nach weiß verfärbt.
C). VitaminC  Pulver ( Apotheke) Messerspitze in viel Wasser aufgelöst zur Kontrolle.
 
Vorversuch: Bringt man nun mit einem frischen Zahnstocher einen Tropfen einer zu untersuchenden Lösung auf, entfärbt sich das Testpapier an dieser Stelle schlagartig, wenn Vitamin C enthalten ist. Man kann auch ein festes Stück auf das Testpapier auflegen und leicht zerreiben. Der Versuch ist sehr empfindlich und im Rahmen eines Schulversuchs eindeutig.
 
Versuch: Teste Nahrungsmittel deiner Wahl!
Verwende einen Tropfen einer Flüssigkeit oder ein Stück des Nahrungsmittels, das du untersuchen willst.

 
 

 Vitamin C Arbeitunterlage 3--------------------------------------------------
Quantitative VitaminC- Bestimmung

Verändert nach Dörfel, U.:(2003): „Lernen durch Lehren“ am Beispiel der Gestaltung eines Schulprojektes zu Vitaminen in der gymnasialen Oberstufe. Wissenschaftliche Hausarbeit zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien, Universität Halle. http://didaktik-projekte.chemie.uni-halle.de/lernen/download/projektexperimente_v.pdf
Vgl. auch: http://www.chemieunterricht.de/dc2/citrone/c_v08h.htm ¸ oder http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/3/anc/vitamin_c
 
Untersuchungsmaterial: Käufliche Säfte, Kartoffelbrei aus frischen Kartoffeln, aus gekochten Kartoffeln, filtrierte Breie aus Paprikasorten, Kohlblättern, Salatsorten, Obstsorten, Konserven, Sauerkraut usf.
Vorbereitung: Bei festen Nahrungsbestandteilen werden 100g Frischgewicht (genau wiegen!)  feinst gemixt und dann durch Gaze gepresst, anschließend durch Filtrierpapier (Kaffefilter) gefiltert. Die fertigen Lösungen können noch etwas trübe sein. Dies schadet nicht. Der pH-Wert der Lösungen muss über 7,0 liegen (Die DCPIP Reaktion wird in saurer Lösung verfälscht.). Die Lösung kann mit einigen Tropfen halbkonzentrierter NaOH auf pH 7,6 eingestellt werden. Dies muss auch bei käuflichen Säften vor dem Pipettieren geschehen. 
 
Material: nach Abbildung  
zusätzlich:
Mixer, Gaze (Verbandstücher oder Kaffefilter
pH-Papier, NaHCO3 Lösung  oder stark verdünnte Lösung von NaOH in Wasser
DCPIP Lösung (0,001 mol/1000ml)
Ascorbinsäurelösung (0,001  ol/1000ml)
 
Vorversuch: Eichung der DCPIP- Lösung mit der reinen Ascorbinsäure- Lösung:
Dazu gibt man 50ml Ascorbinsäure in 100ml Wasser in einen Erlenmeyer, neutralisiert mit etwas festem Natriumhydrogencarbonat und pipettiert tropfenweise DCPIP- Lösung zu, bis eine Blaufärbung erhalten bleibt. Die verbrauchte Menge entspricht der Ascorbinsäure Konzentration in der Eichlösung.
 
Aufgabe:  Stellen Sie den Vitamin C Gehalt  verschiedener  Nahrungsmittel fest.
Dazu gibt man 50ml einer zu untersuchenden Lösung in einen frischen Erlenmeierkolben, gibt 100ml Wasser zu, neutralisiert mit wenig festem Natriumhydrogencarbonat und pipettiert bis zu einer beständigen Blaufärbung.
 Die verbrauchte Menge bis zu einer bestehenden Blaufärbung entspricht dem Vitamin C Gehalt der Testlösung.

 
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