S Vorbeugung - Experimente Biologie

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S Vorbeugung

SEKUNDARSTUFE > S HYGIENE
Vorbeugung     

Vorbeugung Arbeitsunterlage 1-----------------------------------------
Resistenz gegen Bakterien
Verändert nach: Heil, I:(2010):  Unterricht Biologie 359, 38ff
 
Aufgabe 1: Nehmen Sie Stellung zu folgenden Texten:
1928 beobachtete der Forscher Fleming, dass in bestimmten Agarplatten die Bakterien sich nicht teilten, wie er erwartet hatte. Er dachte zuerst an Verunreinigungen, dann stellte er fest, dass bestimmte Pilze, die unabsichtlich auch auf die Agarplatten gelangt waren, Stoffe abgeben, die die Bakterien an der Vermehrung hindern. Diese Stoffe nannte er Antibiotika. (Eigentlich eine falsche Bezeichnung, denn Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, nicht aber gegen alle Lebewesen, also nicht „antibiotisch“). Fleming hat für seine Entdeckung zu Recht den Nobelpreis bekommen. Heute kennt man viele verschiedene Antibiotika, die aus der Medizin nicht mehr wegzudenken sind.
Auch bei Bakterien kommt es zuweilen zu Mutationen. Bei einigen dieser Mutanten wirken Antibiotika nicht mehr: Das Bakterium ist gegenüber z.B. Penicillin resistent geworden. Wenn aber in einem Bereich alle nicht resistenten Bakterien abgetötet werden, erhält das resistente überlebende Bakterium besonders gute Teilungschancen, weil nun alle Ressourcen ihm zur Verfügung stehen. Geschieht dies durch mehrere Generationen von Bakterien hindurch, ist verständlich, dass immer mehr Antibiotika bei Patienten wirkungslos bleiben. Die Medizin arbeitet fieberhaft an neuen Antibiotika.
Eine Ursache ist aber auch der unüberlegten Einsatz von Antibiotika: Zu oft werden Antibiotika auch bei viralen Infekten verschrieben, obwohl man weiß, dass Antibiotika nicht gegen Viren wirken. Oft wird die Behandlung vorzeitig abgebrochen, sodass viele Bakterien überleben. Da Antibiotika nur sehr schlecht abgebaut werden, gelangen heute auch über Nutztiere und deren Fleisch Antibiotika in den menschlichen Körper.
Ursache ist aber auch eine mangelnde Hygiene im Haushalt und in Krankenhäusern. Denn durch eine normale vorsorgende Hygiene lassen sich 90% aller Bakterien chemisch abtöten. Die Verwendung von Reinigern, die selbst Antibiotika enthalten, ist besonders schädlich.
 
Aufgabe 2: Stellen Sie die Ursachen mit Hilfe dieses Textes und von Internetberichten zusammen!
 
Aufgabe 3: Welche Hygienemaßnahmen und welche Behandlungsmethoden sind sinnvoll?
 
Aufgabe 4: Kann das Abwehrsystem des Menschen durch Mutationen dieser Art außer Gefecht gesetzt werden?
 

Vorbeugung Arbeitsunterlage 2------------------------------------------------------- 
Putzmittel                                                 

Mittel gegen Bakterien im Haushalt:
Stellen Sie sich einen Allzweckreiniger für Küche und Bad selbst her als Mittel gegen Bakterien!
Zutaten: Orangenschalen, Essigessenz
Herstellung:
1.    Orangenschalen mit 12%igem Essig („Essigessenz“ mischen! Vorsicht, stark ätzend!) und einige Tage stehen lassen.
2.    Die Lösung 1 zu 1 mit Wasser verdünnen.
 
Mittel gegen Kalkablagerungen:
Topf oder Tischfläche mit warmem Essigwasser versetzen und etwa 1 Stunde warten. Gut ausspülen.
 
Mittel gegen Fettablagerungen:
Soda in Wasser aufgelöst.
 
Glanz auf Edelstahl:
Reiben mit Kartoffelschalen
 
Aufgabe: Testen Sie die Wirkung von Reinigungsmitteln im Hinblick auf den Bakterienbefall vor und nach einer Reinigung.
 

Vorbeugung Arbeitsunterlage 3------------------------------------------------------- 
 Schadinsekten  
Verändert nach: Schneider, V.: Gesundheitspädagogik 2017 Springer


 
Schädlinge in der Wohnung (Auswahl)
 
Schädlinge in der Wohnung: Die Insekten selbst sind nicht unbedingt schädlich. Sie können aber Krankheitskeime verbreiten. Man sollte nun nicht gleich die chemische Keule schwingen: Insektensprays sind auch für den Menschen schädlich. Besser sind alte Hausmittel oder neuartige Klebefolien,  an denen die Insekten haften bleiben. 
Gut schließende Behälter aus Glas oder Plastik----Fugen mit mineralischen Füllstoffen abdichten --Glatte Wände (Kacheln), in Speisekammern----keine Fußleisten---Regale und Schränke bodenfrei aufstellen; 
Nahrungsmittel kühl und trocken aufbewahren---Vorräte niemals länger als ein Jahr aufbewahren, kontrollieren! ---Textilien: Regelmäßig bürsten oder saugen---Für längere Zeit aufbewahren: Textilien reinigen lassen--- bügeln (Hitze tötet Schädlingseier ab) ---- dicht schließenden Behälter (Plastiksäcke) nutzen.
 

Vorbeugung Arbeitsunterlage 4------------------------------------------------------- 
Zahnhygiene

Nachweis von Bakterien im Mund
Material: Zahnstocher, Mikroskop, Methylenblau- Lösung: (Apotheke) oder 10g Methylenblau in 100ml 96% Ethanol mit 50ml 0,1 KOH Lösung vermischt, davon 1 Tropfen), Objektträger, Kerze
Versuch 1:
1)    Säubere einen Objektträger sehr sorgfältig  mit Haushalts-Alkohol.
2)    Entnehme zwischen den Zähnen mit einem Zahnstocher ganz wenig Mundschleim.
3)    Verreibe mit dem Zahnstocher den Mundschleim auf dem Objektträger
4)    Ziehe den Objektträger vorsichtig durch eine Kerzenflamme. Die Mundschleimhautbakterien werden abgetötet.
5)    Tropfe einen Tropfen Methylenblau Lösung auf die Mundschleimhaut.
6)    Spüle vorsichtig die überschüssige Farbe mit Wasser ab.
7)    Beobachte durch das Mikroskop, was zu sehen ist. Ehemals lebende Strukturen werden blau gefärbt!
8)    Fertige eine Zeichnung an. Die Mundschleimhautzellen sind etwa 1000mal größer als die Bakterien!
 
 
 
Versuch 2: Führe denselben Versuch mit nicht geputzten und danach mit geputzten Zähnen durch! Du brauchst dafür zwei saubere Objektträger!
Aufgabe: Zeichnungen: (Zellen so groß wie ein Daumen!
Mundschleimhaut bei nicht geputzten Zähnen:                                                                Mundschleimhaut nach geputzten Zähnen:
 
 
 
 
 
Interpretation:



Vorbeugung Arbeitsunterlage 6------------------------------------------------------- 
Zahnpflege
Warum die Zähne trotz ihrer Festigkeit verletzt werden können (Modell).
 
Styropormodell (Abb), verbunden mit einer Tafelzeichnung und einem erklärenden Vortrag:
 
Arbeitsvorgang:
  1. Im Handwerksunterricht lässt sich ein großes Modell eines Zahn aus Styropor anfertigen (Abb, ca 50x30 cm).
  2. Im Unterricht feuchten die Schülerinnen und Schüler die Einzelteile mit Wasser auf der Hinterseite an und heften alles an die Tafel. Dabei achten sie darauf, dass alle Teile zusammenpassen.
 
Tipp: Man fertigt das Modell aus einer entsprechend großen Styroporplatte von ca 2 cm Dicke an. Die angezeigten Linien lassen sich mit einem scharfen Taschenmesser gut ausschneiden, sodass man viele Einzelteile erhält. Mit Tapetenfarbe lassen sich die Teile farblich unterscheiden und an der Tafel zusammensetzen.
 
Nun kann man am Modell die Verletzung des Zahnschmelz durch Entfernen von A anzeigen. 
Begleitende Erklärung: Dies bereitet noch keine Schmerzen. In dem Loch aber siedeln sich Bakterien an, die Milchsäure produzieren. Diese Säure löst allmählich den Zahnstein auf: das Loch wird größer und immer tiefer. Sobald die Bakterien auf das innere Gewebe mit den Nerven stoßen (Entfernen von B), entsteht ein wirklich heftiger Schmerz (C) (Karies). --- Der Zahnarzt kann das Loch meist noch mit einer Blombe erfolgreich verschließen.

Eine andere Gefahrenquelle liegt an den Rändern des Zahns, dort, wo er auf das Zahnfleisch stößt. Dort siedeln ebenfalls Bakterien, die ständig das Zahnfleisch entzünden. Das entzündete Zahnfleisch zieht sich zurück und legt den Zahnhals frei. Das ist der Bereich, an dem der Zahnstein frei liegt. Der wird natürlich auch angegriffen. Geht der Vorgang immer weiter, fängt der Zahn an zu wackeln und fällt schließlich aus. Dies geschieht, weil die Haltefäden sich entzünden und abgebaut werden. (Parantontose)
 
Der beste Schutz: Jeden Tag nach jedem Essen die Zähne gut putzen, auch dann, wenn sie nicht wehtun. Und: zweimal im Jahr zur Untersuchung zum Zahnarzt.
 
 
 
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