S Zellen Mehrzeller - Experimente Biologie

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S Zellen Mehrzeller

SEKUNDARSTUFE > S ZELLEN

Zellen von vielzelligen Lebewesen  

Schneider, V. Vgl. auch: Freytag (2007): Biologische Kurzversuche, Aulis; 
Speckmann,Vitowski (2014): Handbuch Anatomie, Ulmann
Versuche abgeändert nach Freytag,K. (2007): Biologische Kurzversuche, Aulis, Köln

Mehrzeller Arbeitsunterlage 1---------------------------------------------------
Mundschleimhaut

 
Material: Mikroskop, Objektträger, Deckgläser, Wasser, 1%ige Methylenblaulösung, Wattetupfer
 
Versuch1:
  1. Mit dem Wattetupfer oder mit einem Zahnstocher wird ein wenig Mundschleim aufgenommen und auf einen sauberen Objektträger gegeben.
  2. Man legt ein Deckglas auf und saugt mit einem Filtrierpapierstreifen so viel Wasser ab, dass eine sehr dünne Schicht des Gewebes unter dem Deckgläschen entsteht.
  3. Unter dem Mikroskop beobachtet man die Zellen der Mundschleimhaut. Dazu muss man die Blende geschickt einstellen!
 
Versuch 2:
1.    Man bringt ein wenig Mundschleim aus dem Raum zwischen den Zähnen auf einen Objektträger und gibt einen Tropfen Methylenblau zu.
2.    Mit einem zweiten Objektträger streicht man die Lösung aus und erhitzt kurz über der Kerzenflamme.
3.    Die überschüssige Flüssigkeit kann nun abgespült werden.  

 
Aufgabe 1: Zeichnung der blau angefärbten Strukturen. Man findet blau umrandete Mundschleimhautzellen und sehr viel kleinere punktförmige Strukturen (= Bakterien).
Aufgabe 2: Durch Auflegen eines Haares und Unterlegen eines durchsichtigen mm-Papiers kann man die ungefähre Größe der Zellen bestimmen.
Zeichnungen: (möglichst groß)  


Mehrzeller Arbeitsunterlage 2---------------------------------------------------
Blutzellen

Info: Aufgaben einiger Blutbestandteile (Blutzellen):
Rote Blutkörperchen (Erytrozyten), Größe 8 μm. Sie gewährleisten den Sauerstofftransport aus der Lunge zu den einzelnen Körperzellen
Weiße Blutkörperchen: verschiedene Typen von Leucocyten (ca 15 μm). Sie dienen der Abwehr von Krankheitskeimen (Makrophagen).
Blutplättchen wirken beim Wundverschluss mit. Zum Vergleich: Durchmesser eines Kopfhaares 70 μm

Material: Mikroskop, Objektträger, Deckgläschen, 70% vergällter Alkohol, Färbemittel Giemsa
Objekt: Schweineblut (aus dem Schlachthof)

Versuch 1: 
Verhinderung und Auslösung der Blutgerinnung
10%ige Natriumoxalat Lösung, Schweineblut, Becherglas, Pipetten, 5%ige Calzim-Chlorid Lösung

Vorgehen: Man mischt 2 ml Oxalatlösung mit 20ml Schweineblut : Das Blut gerinnt nicht. 
Zu  20ml Oxalat-Blut gibt man 1 ml 5%ige Calzium-Chlorid Lösung. Das Blut gerinnt wieder. 

Versuch 2:
Sehr sauber arbeiten! Das Blut niemals mit dem Finger berühren!
1. Man bringt einen Tropfen Schweineblut auf den Objektträger, zieht das Blut aus und lässt trocknen.
2. Dann bringt man einen Tropfen Färbelösung auf spült nach 20min ab.

Versuch 3:
Nur durch die Lehrperson!! : Fingerkuppe mit Alkohol sterilisieren, mit einem Einwegstilett eine kleine Wunde setzen, den Tropfen Blut auf einen sauberen Objektträger geben, mit einem zweiten Objektträger das Blut auseinanderziehen, mit einem Deckgläschen abdecken und alles mit Vaseline abdichten.
Es sollten Makrophagen und rote Blutkörperchen sichtbar werden.
  


Aufgabe: Entdecke die genannten Blutbestandteile auf und schätze deren Häufigkeit ab. (sehr viele // wenig // selten)

Genaue Zeichnung 
mit Beschriftung: 


Mehrzeller Arbeitsunterlage 3-------------------------------------------------
 Beobachtung einer Pflanzenzelle
 
Material: rote Zwiebel, Wasser, 1%ige Kaliumnitrat Lösung, 
Geräte: Mikroskop, Objektgläschen, Deckgläschen,
Messer, Pinzette, 
 
Info: Der Saft in der Vakuole ist rot gefärbt. Deswegen kann man die Veränderungen besonders leicht beobachten.
 
Versuch 1:
1: Mit einen Messer viertelt man die Zwiebel und nimmt mit einer Pinzette ein kleines Stück der inneren Zellschicht (Zwiebeellhäutchen) von der Innenseite eines Blattes der roten Zwiebel.
2: Überführung des Stücks in Wasser auf einen Objektträger.
3: Beobachtung unter dem Mikroskop, Zeichnung.
4: Man gibt auf eine Seite des Deckgläschens einen Tropfen Kaliumnitratlösung.
5: von der anderen Seite her wird der Tropfen mit etwas Filtrierpapier unter das Deckgläschen gesaugt.
6: Man beobachtet die Veränderungen der Zellen.

 
Protokoll der Veränderungen (Zeichnungen):
Erste Ablösung des Plasmas von der Zellwand (Grenzplasmolyse) weitergehende Ablösung von der Zellwand (Konkavplasmolyse)  bis zur vollständigen Ablösung mit erkennbaren Plasmafäden (Krampfplasmolyse)
 
Zeichnungen auf einem gesonderten Blatt!
Versuch 2: Sauge Wasser unter dem Deckgläschen her und beobachte die Vorgänge, die nun einsetzen.
Versuch 3: Sauge erneut Kaliumnitrat unter das Deckgläschen, diesmal füge einen Tropfen stark verdünnter Essigsäure zu. Beschreibe, was geschieht:
 
Aufgaben: Informiere Dich, welche Bestandteile einer lebenden Zelle beim beobachteten Vorgang eine Rolle spielen!
 
Info: Die Zelle gibt nach außen Wasser ab, solange die Konzentration an gelösten Substanzen außen größer ist als im Bereich der Zelle. Man kann erkennen, dass die Zellwand nicht zum lebenden Teil der Zelle gehört. Vielmehr muss die Zellwand so stabil sein, dass der Innendruck der Zelle bei geringer Salzkonzentration außerhalb der Zelle aufgefangen wird. –
 
Fragen: 
Was würde geschehen, wenn die Zellwand zu wenig stabil wäre?
Warum kommen unsere menschlichen Zellen ohne eine solche Zellwand aus?
 Vgl.auch: file:///C:/Users/Lenovo/Documents/000%20HAEBERLE%20experimente%202015-12-24/EXP%20ZELLEN%202015-12-08%20ok/res%20zelle/info%20internet%20exp_plasmolyse.pdf



Mehrzeller Arbeitsunterlage 4-------------------------------------------------
Zelle- Gewebe-Organ
 
Material: Mikroskop, Rasierklingen, Wasser
Objekt: Laubblatt, z.B. von Helleborus niger (Das Blatt muss fest sein und sich trotzdem gut schneiden lassen.).

Vorgehen:
  1.  Man wickelt das Laubblatt möglichst eng zusammen und hält es zwischen Daumen und Zeigefinger. Schnitt mit der Rasierklinge unter Wasser möglichst etwas schräg.
  2. Man erhält einige Querschnitte, die am Rand dünn genug sind.
  3. Unter Wasser auf einen Objektträger bringen. 
Tipp: Querschnitte am Rand des Präparates anfertigen!!
 
Aufgabe1: Fertigen Sie eine Zeichnung Ihres Schnittes an  (jeder Zelltyp im richtigen Größenvergleich).
Aufgabe 2: Informieren Sie sich im Internet über Gewebe und Organe vgl Pflanzen
 
 
 
 
 
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